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Sportwettenmarkt soll liberalisiert werden
Sportwettenmarkt soll liberalisiert werden
Öffnung des Sportwettenmarktes für private Anbieter unter Beibehaltung des Lotteriemonopols in staatlicher Hand – diese Grundsatzentscheidung zur Neufassung des Glückspielstaatsvertrags hat die Konferenz der Ministerpräsidenten heute in Berlin getroffen.
Das gaben die Regierungschefs von Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, Kurt Beck (SPD) und Wolfgang Böhmer (CDU), nach dem Treffen in der Hauptstadt bekannt. Eine endgültige Einigung wird bei einer Sonderkonferenz der Länder am 6. April angestrebt.
Die Grundsatzentscheidung, den Sportwettenmarkt für ein auch vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und Deutschen Fußball-Bund (DFB) favorisiertes Konzessionsmodell zu öffnen, begrüßt DOSB-Generaldirektor Michael Vesper: “Das ist die Richtung, die auch wir mit unserem dualen Modell vorgeschlagen haben. Damit besteht die Chance, sowohl das Lotteriemonopol zu sichern als auch den Sportwettenmarkt privaten Anbietern auf legale Weise zugänglich zu machen. Alle Veranstalter von Sportwetten müssen dann eine Sportwettenabgabe zahlen, die dem Staat und dem gemeinwohl-orientierten Sport zu Gute kommen soll. Allerdings muss diese Abgabe marktgerecht gestaltet sein, damit die seriösen privaten Anbieter in den legalen Markt kanalisiert werden können.”
Entscheidung über Glücksspielstaatsvertrag vertagt
Auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin wurde eine Entscheidung über die inhaltliche Neufassung des Glückspielsstaatsvertrags ins kommende Jahr vertagt. Im Anschluss hat sich Michael Vesper erneut für eine Liberalisierung des Wettmarktes ausgesprochen.
„Wir präferieren nach wie vor eine verbesserte Fortführung des Lotteriemonopols, gekoppelt mit einem staatlich regulierten und kontrollierten Konzessionsmodell für die Sportwetten“, sagte der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). „Nur so können wir den unüberschaubaren Schwarzmarkt im Sportwettenbereich, der völlig am staatlichen Ordnungssystem und am Fiskus vorbei geht, in die Legalität kanalisieren und damit auch einen Beitrag zur Bekämpfung der Spielsucht leisten.“
